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 +  Artikel vom 26.01.2005 Mecklenburger-Schweiz

Sozialwerk will Ausländer integrieren

Interkultureller Treff zu Jahresbeginn gestartet.

 

 

Als Anlaufpunkt für Menschen in Not hat sich das Sozialwerk der Malchiner Freikirche in der Region mit Tafel, Suchtberatung und betreutem Wohnen längst einen Namen gemacht. Mit einem zum Jahresanfang gestarteten Projekt will sich der soziale Träger in der Rudolf-Fritz-Straße nun aktiv in die Integration von ausländischen Mitbürgern einbringen. Jeden Donnerstag lädt Maria Vichel ab sofort (außer in den Ferien) von 9 bis 11 Uhr zu einem so genannten interkulturellen Treffen in die Räumlichkeiten des Malchiner Sozialwerkes ein. "Die Erfahrung zeigt, dass sich die Integration von Migranten nur schwerlich staatlich verordnen lässt. Wir möchten einen Raum der Begegnung schaffen, wo ausländische und einheimische Mütter gleichermaßen die Möglichkeit haben, Kontakt zu knüpfen und sich kennenzulernen". erzählt sie. Während des gemeinsamen Frühstücks kann in ungezwungener Runde über Sorgen und Probleme des Alltags erzählt werden. Gleichzeitig kann mit den noch nicht schulpflichtigen Kindern gespielt, gebastelt und gesungen werden.

 

 

Fest der Nationen geplant

 

In den vergangenen Tagen hat Maria Vichel mit einer ehreamtlichen Helferin schon mal Asylbewerberheime in Malchin und Jürgenstorf besucht und das neue Projekt vorgestellt. Über die große Offenheit, die ihr dabei entgegengebracht wurde, sei sie selbst erfreut gewesen. Sollte sich der Treff gut entwickeln, dann könne sie sich vorstellen, im Frühjahr zu einem kleinen Fest der Nationen mit ausländischem Essen und internationaler Kultur einzuladen, stellt sich Maria Vichel vor. "Ich denke, gerade wenn die Eltern mit Kindern kommen, ist es einfacher Schwellen und Vorurteile abzubauen, Sprachbarrieren zu überwinden und voneinander zu lernen", hofft die nebenberuflich tätige Hebamme. Das von der EU und dem Land geförderte Projekt ist erst einmal für ein halbes Jahr befristet. Maria Vichel und ihre Mitarbeiter denken aber schon an die Zeit danach. "Wir sind bemüht, diese Arbeit für längere Zeit und in einem noch größeren Umfang im Sozialwerk zu etablieren", sagt sie. Dann könne man darüber nachdenken, soetwas wie Sport- oder Sprachkurse in die Integrationsarbeit mit aufzunehmen.

 

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