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Fahrradwerkstatt im
Gemeindezentrum
Malchin (TB).
Bis vor kurzem war es noch ein dunkler Kellerraum, in
dem nichts weiter als Sand lagerte. Nun ist er aufgeräumt
und es wurde Licht installiert. Hier im Keller des
Gemeindezentrums der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in
der Rudolf-Fritz-Straße entsteht eine kleine
Fahrradwerkstatt. Mit Beginn des neuen Jahres kann jeder
seinen Drahtesel auf besonders preiswerte Art und Weise
reparieren lassen. Das Sozialwerk der Freikirche richtet die
Werkstatt ein, um Aussiedlern eine Chance zu geben, sich
vernünftig zu beschäftigen, sagt Holger Schwemer.
Keinesfalls
wolle man den Malchiner Fahrradhändlern Konkurrenz machen.
Im Gegenteil. Die Zweiradgeschäfte Hassemer und Doll
unterstützen das Projekt sogar, berichtet der Mitarbeiter
des Sozialwerkes. „Wir werden uns ohnehin vor allem an jene
Leute richten, die sich eine normale Reparatur gar nicht
leisten könnten, also sozial schwache Personen.“
Daniel, Dragan und Vlajko Ilic sind die ersten, die in der
Werkstatt beschäftigt sein werden. Der Vater und seine
beiden Söhne aus Jugoslawien leben seit 1990 in Deutschland.
Die Aussiedler haben zwar eine Wohnung in der
Rudolf-Fritz-Straße, aber keine Aussicht auf einen
Arbeitsplatz.
Einer der Söhne
ist allerdings als Kfz-Mechaniker ausgebildet. Er freut sich
nun ganz besonders, dass er seine Fähigkeiten zumindest bei
der Fahrradreparatur anwenden kann. Die ersten klapprigen
Räder stehen bereits im Keller. Vom Sperrmüll sollen sie als
Ersatzteilspender dienen. „Wir sind ständig auf der Suche
nach weiteren Ersatzteilen“, so Schwemer. Und er denkt auch
darüber nach, in dem Keller neben Fahrrädern auch kleinere
Möbelteile wieder heil zu machen.
Quelle: Mecklenburger-Schweiz
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