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 +  zeitungsbericht vom 08.12.2005

 

 

 +  Fahrradwerkstatt im Gemeindezentrum

 

Malchin (TB). Bis vor kurzem war es noch ein dunkler Kellerraum, in dem nichts weiter als Sand lagerte. Nun ist er aufgeräumt und es wurde Licht installiert. Hier im Keller des Gemeindezentrums der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Rudolf-Fritz-Straße entsteht eine kleine Fahrradwerkstatt. Mit Beginn des neuen Jahres kann jeder seinen Drahtesel auf besonders preiswerte Art und Weise reparieren lassen. Das Sozialwerk der Freikirche richtet die Werkstatt ein, um Aussiedlern eine Chance zu geben, sich vernünftig zu beschäftigen, sagt Holger Schwemer.

 

Keinesfalls wolle man den Malchiner Fahrradhändlern Konkurrenz machen. Im Gegenteil. Die Zweiradgeschäfte Hassemer und Doll unterstützen das Projekt sogar, berichtet der Mitarbeiter des Sozialwerkes. „Wir werden uns ohnehin vor allem an jene Leute richten, die sich eine normale Reparatur gar nicht leisten könnten, also sozial schwache Personen.“
Daniel, Dragan und Vlajko Ilic sind die ersten, die in der Werkstatt beschäftigt sein werden. Der Vater und seine beiden Söhne aus Jugoslawien leben seit 1990 in Deutschland. Die Aussiedler haben zwar eine Wohnung in der Rudolf-Fritz-Straße, aber keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz.

 

Einer der Söhne ist allerdings als Kfz-Mechaniker ausgebildet. Er freut sich nun ganz besonders, dass er seine Fähigkeiten zumindest bei der Fahrradreparatur anwenden kann. Die ersten klapprigen Räder stehen bereits im Keller. Vom Sperrmüll sollen sie als Ersatzteilspender dienen. „Wir sind ständig auf der Suche nach weiteren Ersatzteilen“, so Schwemer. Und er denkt auch darüber nach, in dem Keller neben Fahrrädern auch kleinere Möbelteile wieder heil zu machen.

Quelle: Mecklenburger-Schweiz

 

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