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"Felsen der Versuchung" sollte
Jugendliche verführen
Von Tobias Engel
Malchin. Nach der Schlussetappe, einer Strecke von
acht Kilometern auf dem Dahmer Kanal, erreichten alle Teams
erschöpft das Ziel. Dabei konnte das Siegerteam aus dem
Vorjahr mit 30 Minuten Vorsprung den Waldläuferpokal zum
zweiten Mal entgegennehmen.
Beim 3. Waldläuferwettbewerb, der jährlich vom Projekt „Streetwork
Briefkasten“ organisiert wird, gingen vier Teams mit je drei
Jugendlichen an den Start. Die fünfte Mannschaft war nicht
rechtzeitig am vereinbarten Treff erschienen.
Der Startschuss für die Jugendlichen fiel in zeitlich
gleichen Abständen im Wald bei Hagensruhm. Von dort mussten
sie sich, mit Orientierungskarte und Kompass ausgestattet,
auf die 20 Kilometer lange Strecke zu Fuß machen. Damit es
unterwegs nicht zu langweilig wurde, hatte sich der
Malchiner Streetworker Jörg Basedow mit ehrenamtlichen
Mitarbeitern einzelne Stationen ausgedacht. „Neben der
traditionellen Wissensstation gab es in diesem Jahr etwas
Neues: die Felsen der Versuchung“, so Basedow. Dabei waren
am Wegesrand auf großen Steinen süße Leckereien und Getränke
aufgebaut, die die Waldläufer locken sollten. Wer hier
stoppte, nahm eine Zeitstrafe in Kauf. „Da galt es für jeden
abzuwägen, ob er seiner Lust freien Lauf lässt oder
standhaft bleibt“, sagte der Streetworker.
Ebenfalls neu im Programm war die Angelstation, bei der
jedes Team eine Forelle aus dem Rempliner Teich angeln und
ausnehmen musste. Zum Ende des Wettbewerbs hin galt es dann,
per Seil über den Dahmer Kanal zu hangeln, um mit einem der
Kanus bis ins Ziel, Koesters Eck, zu paddeln.
Quelle: Mecklenburger-Schweiz
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