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„Haltestelle“ nun im
neuen Domizil
Von Jana Otto
Teterow. Das Café „Haltestelle“ ist ein Ort zum Aussteigen,
zum Ein-, Um- und auch zum Neueinsteigen. Mit diesen Worten
weihte gestern Nachmittag Pastor Karl-Heinz Schlag die neuen
Räume der Sucht- und Drogenberatungsstelle Teterow, zu der
auch das Café gehört, ein.
In seiner Andacht wandte er sich an die knapp 100 Gäste.
„Ein Café ist ein Erfrischungs- und Speiseraum. Hier dürfen
Menschen frisch werden und zur Ruhe kommen. Menschen, die
hungrig sind nach Leben“, assoziierte der Pastor. Genau für
diese Menschen wurden die Räume in der Niels-Stensen-Straße
2 saniert. Das Café ist bereits fertig und hat nun eine
größere und geräumigere Küche. „Vorher hatten wir nur eine
kleine Teeküche. Nun können wir das Suppenküchenangebot ganz
allmählich erweitern“, freut sich Andreas Vichel, Leiter der
Teterower Beratungsstelle.
Doch nicht nur von Freude über die neuen Räumlichkeiten war
gestern die Rede. So nannte Andreas Vichel statistische
Zahlen, nach denen es rein rechnerisch etwa 820
alkoholabhängige Menschen im Einzugsbereich Teterow gibt.
Davon werden durchschnittlich nur 117 erreicht. Die anderen
bleiben erstmal auf der Strecke. Damit sich das ändert,
nutzte Vichel die Gelegenheit, mit fachkompetenten Gästen
ins Gespräch zu kommen. Neue Wege sollen beschritten werden.
Ein sogenanntes niedrigschwelliges Angebot, wie es das Café
ist, ist eigentlich von der öffentlichen finanziellen
Förderung ausgeschlossen. Doch besonders diese Angebote
seien es, die die Betroffenen am ehesten erreichen. „Bei den
Fakten, die sie hier dargelegt haben, ist es an der Zeit,
dass die Förderrichtlinien einmal überarbeitet werden“,
schätzte die Koordinatorin des Gesundheitsamtes des
Landkreises Güstrow, Frau Horn, ein.
Quelle: Mecklenburger-Schweiz
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