sozialwerk der evangelisch-freikirchlichen gemeinde malchin teterow e.v.

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 +  Sucht und drogen

 

 

 +  9. Selbsthilfegruppen und Abstinenzvereine – Ihre Aufgaben und Ziele

 

Die Selbsthilfegruppe im Rahmen der Suchtarbeit ist eine Gemeinschaft von Menschen verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Alters, die eines gemeinsam haben oder hatten: Die Krankheit, sich zwanghaft durch Betäubung mit Suchtmitteln der Realität zu entziehen. Um Hilfe der Betroffenen untereinander zu aktivieren, sind in Abstinenzvereinen und Beratungsstellen Selbsthilfegruppen entstanden. Alle Selbsthilfegruppen sind überparteilich und unabhängig in ihrer Arbeitsweise. Jeder Selbsthilfeverband praktiziert seine eigene Art von Hilfe. In Selbsthilfegruppen treffen sich Betroffene, Angehörige und Freunde, um eigene Erfahrungen im Gespräch auszutau­schen und Selbstverantwortung und Solidarität füreinander zu fördern. Die Gruppen können erste Anlaufstellen für Rat- und Hilfesuchende sowie Mittler zwischen Betroffenen und fachlich orientierten Diensten sein. Selbsthilfegruppen sind Orte der Hilfe zur Selbsthilfe und ein suchtmittelfreier Lebensraum als Schutz vor Rückfall und weiterer Abhängigkeit. Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit in dieser freigewählten Gemeinschaft ist Vertrauen und die Verschwiegenheit der Gruppenmitglieder sowie der Wille zur aktiven Mitarbeit des Rat- und Hilfesuchenden. Das Erlernen von neuen Lebenseinstellungen und Verhaltensweisen gelingt nur in einer gemeinschaftlichen, vertrauensvollen, freundschaftli­chen Atmosphäre, die frei von Suchtstoffen ist. Diese Voraussetzungen sind in den Selbsthilfegruppen nicht nur gegeben, sie werden mit Erfolg vorgelebt. Die Gruppe schafft ein Vertrauensverhältnis unter den Mitgliedern, so daß jeder die eigenen Gefühle und Be­dürfnisse mitteilen kann und eigene Fehlverhaltensweisen oder selbstzerstörerische Ein­flüsse sichtbar werden, so daß die Gruppenmitglieder helfend eingreifen können. Die Suchterkrankung ist Bestandteil des Lebens Betroffener und ihrer Familien. Tausende zufriedene Abstinenzler in den Gruppen und Abstinenzvereinen zeigen, daß ein Leben ohne Minderung der Lebensqualität in Beruf, Familie und Freizeit möglich ist.
In der Stadt Teterow gibt es „die Gruppenstunde für Gefährdete“ schon seit 20 Jahren. Engagierte Christen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde ergriffen dazu die Initiative. Montag für Montag um 19 Uhr treffen sich hier (mittlerweile im Café Haltestelle der Suchtberatungsstelle) langjährig Abstinente bis hin zu Menschen, die erst noch lernen wollen, ohne Alkohol zu leben, auch Angehörige sind mit dabei. Fragt man Mitglieder der Gruppe, was sie immer wieder herkommen läßt, hört man ganz unterschiedliche Meinungen: „weil der christliche Glaube eine große Rolle spielt“, „weil ich mich da einfach wohl fühle und auch als Nichtchrist akzeptiert und willkommen bin, das gehört seit vielen Jahren dazu, jeden Montag, denn ich bin noch genauso gefährdet“, „die Gruppe hat mich schon oft aus schlimmen Situationen geholt“ und viele mehr. Die Türen der Gruppe sind jeden Montag offen – für alle Gefährdeten oder Abhängigen und Angehörige.

 

 +  1. Genuss oder Sucht?

 +  2. Was versteht man eigentlich unter „Sucht“?

 +  3. Wie entsteht Sucht?

 +  4. Wer ist gefährdet?

 +  5. Aufhören ist möglich!

 +  6. Ein Angebot an Angehörige, Freunde und alle, die helfen wollen

 +  7. Möglichkeiten der Suchtkrankenhilfe

 +  8. ... bevor es zu spät ist!  Suchtprävention... 

 +  9. Selbsthilfegruppen und Abstinenzvereine – Ihre Aufgaben und Ziele

 

 

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