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 +  Sucht und drogen

 

 

 +  8. ... bevor es zu spät ist!  Suchtprävention... 

 

Unter Suchtprävention werden alle Maßnahmen verstanden, mit denen die Entstehung von Suchthaltung und/oder eine Abhängigkeit von Mitteln verhindert, aufgehalten oder rück­gängig gemacht werden können. Außer der unten beschriebenen Suchtvorbeugung bei Kindern und Jugendlichen spielt die betriebliche Suchtprävention eine wichtige Rolle.

Suchtprävention
... muß sich an den aktuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen orientieren und nicht durch bloße Aufklärung, Wissensvermittlung oder Abschreckung bei Jugendlichen Neugier wecken.
... soll die Kinder/Jugendlichen „ansprechen“, soll Spaß machen und nicht moralisierend den Finger heben und Angst machen. ... muß vorrangig personen- und problembezogen erfolgen und sich nicht nur auf den Stoff oder die Droge beziehen.
... stellt den Menschen mit seinen Verhaltensweisen, Stärken und Schwächen in den Mittel­punkt und nicht den Stoff, das Rauschmittel, die Droge.
... muß an den Ursachen ansetzen und nicht nur, wie im sozialmedizinischen Bereich, eine rein symptombezogene Arbeit sein.
... heißt langfristige Erziehungs- und Lebenshilfe und verzichtet auf „verordnete“, kurzfri­stige, punktuelle und spektakuläre „Alibiaktionen“ (Massenaktionismus, Anti-Drogen-Veran­staltungen etc.). ... sollte den Menschen zu etwas erziehen (hierbei gilt es Gründe zu finden, um etwas Bes­seres, Sinnvolleres zu tun) und nicht gegen etwas (es geht nicht um Gründe, keine Drogen zu konsumieren).
... bedeutet wichtige Beziehungsarbeit, Auseinandersetzung mit sich selbst, persönliche Zuwendung, Umgang mit Gefühlen u. v. m. - im Gegensatz zur einfachen, definierten, kon­trollierbaren Arbeit der rationalen Wissensvermittlung.
... muß sich durch das ganze Leben ziehen und darf nicht nur stundenweise (im Unterricht) angeboten werden.
... muß den Menschen fördern mit seinen positiven Stärken, Verhaltensweisen und Neigun­gen, denn es reicht nicht, dem Süchtigen den Suchtstoff, die Droge wegzunehmen. Selbst durch noch so harte Anti-Drogen-Gesetze läßt es sich nicht verhindern, daß Menschen Drogen nehmen.

Eine derartig einfühlsame, sinnvolle Suchtprävention ist eine lohnende Investition für die Zukunft. Ansprechpartner in der Suchtprävention sind die Mitarbeiter der Suchtberatungsstellen und der Landesstelle gegen die Suchtgefahren in Schwerin.

 

 +  1. Genuss oder Sucht?

 +  2. Was versteht man eigentlich unter „Sucht“?

 +  3. Wie entsteht Sucht?

 +  4. Wer ist gefährdet?

 +  5. Aufhören ist möglich!

 +  6. Ein Angebot an Angehörige, Freunde und alle, die helfen wollen

 +  7. Möglichkeiten der Suchtkrankenhilfe

 +  8. ... bevor es zu spät ist!  Suchtprävention... 

 +  9. Selbsthilfegruppen und Abstinenzvereine – Ihre Aufgaben und Ziele

 

 

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