sozialwerk der evangelisch-freikirchlichen gemeinde malchin teterow e.v.

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 +  Sucht und drogen

 

 

 +  4. Wer ist gefährdet?

 

Wir alle erleben negative Gefühle, Probleme und Schwierigkeiten, denen wir am liebsten ausweichen möchten. Wir alle haben auch die Erfahrung gemacht, daß man mit bestimmten Mitteln (z.B. Alkohol, Tabletten) zeitweise die Welt etwas „rosiger“ gestalten, die Stimmung aufbessern, Erleichterung empfinden kann. Wir haben versucht zu erläutern, daß bei Gewöhnung an passive Konfliktbetäubung und Verdrängung eine deutliche Gefahr besteht. Das bedeutet, Suchtgefährdung beginnt früh und relativ unauffällig. Kinder und Jugendliche, die noch keine festen Norm- und Wertvorstellungen entwickelt haben, sind besonders gefährdet. Dabei geht es nicht allein um das Vorbild der rauchenden und trinkenden Erwachsenen. Süchtiges Verhalten ist allgegenwärtig in unserer anspruchsvollen Leistungsgesellschaft. Es entsteht der Eindruck, daß immer mehr Menschen ihre Bedürfnisse nach Liebe und Verständnis, nach Anregung und Auseinandersetzung, nach Ablenkung und Entspannung nicht durch persönliche Aktivität mit Phantasie und Kreativität, sondern durch Ersatzmittel (Süßigkeiten, Spielzeug, Fernsehen, teure Konsumartikel etc.) befriedigen. Wer dieses in Kindheit und Jugend „gelernt“ hat, wird auch später oft dazu neigen, sich mit solchen Mitteln über das, was ihm fehlt, hinwegzutrösten. Bei wem sich aus Missbrauch und Gewöhnung eine behandlungsbedürftige Suchterkrankung entwickelt, kann niemand vorhersagen. Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Sucht setzt das kritische Eingeständnis eigener Betroffenheit voraus. Bestehende Suchterkrankungen sind dabei die Spitze des Eisberges - Suchtkranke sollten nicht zu Sündenböcken abgestempelt werden. Hilfreich kann es sein, vorurteilsfrei und verständnisvoll auf Suchtkranke zuzugehen, notfalls auch über Hemmschwellen beim Aufsuchen von Hilfseinrichtungen zu begleiten, andererseits aber auch ganz konsequent die Inanspruchnahme der Hilfsmöglichkeiten zu fordern, Unterstützung beim Ausweichen oder Kaschieren der Sucht zu verweigern, ein Bagatellisieren und Kumpanei weder in der Familie noch am Arbeitsplatz zuzulassen.

 

 +  1. Genuss oder Sucht?

 +  2. Was versteht man eigentlich unter „Sucht“?

 +  3. Wie entsteht Sucht?

 +  4. Wer ist gefährdet?

 +  5. Aufhören ist möglich!

 +  6. Ein Angebot an Angehörige, Freunde und alle, die helfen wollen

 +  7. Möglichkeiten der Suchtkrankenhilfe

 +  8. ... bevor es zu spät ist!  Suchtprävention... 

 +  9. Selbsthilfegruppen und Abstinenzvereine – Ihre Aufgaben und Ziele

 

 

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