sozialwerk der evangelisch-freikirchlichen gemeinde malchin teterow e.v.

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 +  Sucht und drogen

 

 

 +  3. Wie entsteht Sucht?

 

Warum wird ein Familienvater zum Alkoholiker, warum nimmt ein junger Mensch Drogen, warum braucht die Nachbarin ständig Beruhigungsmittel, warum raucht die Tochter? Sie alle wissen doch, wie gefährlich das ist!
Die Gründe, warum Menschen zu Stoffen mit Suchtpotential greifen, sind vielfältig. Sucht hat nie eine einzige Ursache, sondern entsteht in einem komplexen Ursachengefüge. Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung, schwierige Lebens- und Krisensituationen, Einsamkeit, Belastungen, Ängste, die leichte Verfügbarkeit des Mittels, Konsumgewohnheiten (z. B. Trinksitten), Werbung, Verhalten der Bezugsgruppe und Gruppendruck spielen eine wichtige Rolle.
Dem Suchtverhalten liegen zunächst Bedürfnisse zugrunde, die alle Menschen miteinander teilen, z. B. das Bedürfnis nach Achtung und Anerkennung, nach Zuwendung, Liebe und Geborgenheit, nach einer sinnvollen Lebensperspektive etc. Können derartige Bedürfnisse nicht befriedigt werden und man weicht auftretenden Schwierigkeiten, Konflikten, Belastungen, die unter gesunden Umständen Anstoß für ein Bemühen um Bewältigung sind und damit Weiterentwicklung darstellen, ständig aus, entstehen immer neue Schwierigkeiten und Konflikthäufungen. Es kommt zu einem Teufelskreis sich gegenseitig verstärkender seelischer, sozialer und oft auch körperlicher Probleme. Der Konsum von Suchtstoffen gestattet wenigstens zeitweise Entspannung, Wohlgefühl, Leistungssteigerung, Flucht ...
Die Erfahrung, daß z. B. Arzneimittel Schmerzen beseitigen können und sich durch Alkohol und Drogen unangenehme Gefühle verdrängen und Probleme wenigstens kurzfristig „vergessen“ lassen, fördert die Bereitschaft, diese Mittel erneut zu nehmen. Schließlich wird das Vermeiden von Schwierigkeiten und Unlustzuständen zu einer Gewohnheit. Das Leben zentriert sich immer stärker um das Suchtverhalten. Es wird zum zentralen Problemlösemechanismus. Der Weg in die Sucht ist ein Prozeß über Gewöhnung und Missbrauch.

 

 +  1. Genuss oder Sucht?

 +  2. Was versteht man eigentlich unter „Sucht“?

 +  3. Wie entsteht Sucht?

 +  4. Wer ist gefährdet?

 +  5. Aufhören ist möglich!

 +  6. Ein Angebot an Angehörige, Freunde und alle, die helfen wollen

 +  7. Möglichkeiten der Suchtkrankenhilfe

 +  8. ... bevor es zu spät ist!  Suchtprävention... 

 +  9. Selbsthilfegruppen und Abstinenzvereine – Ihre Aufgaben und Ziele

 

 

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