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Genuss oder Sucht?
Abhängigkeits-
oder Suchterkrankungen haben in unserer Gesellschaft ein
erhebliches Ausmaß angenommen. Nach neuesten Berechnungen und
Einschätzungen der Deutschen Hauptstelle gegen die
Suchtgefahren geht man in Deutschland von 2,5 Mio.
Alkoholkranken, 1.4 Mio. Medikamentenabhängigen, 150.000
Abhängigen von harten illegalen Drogen und von 6 Mio.
Raucher/-innen aus. In den letzten Jahren blieb das
Konsumverhalten in puncto Alkohol, Tabak, Medikamente und
illegale Drogen relativ stabil. Bei den illegalen Drogen gibt
es Verschiebungen bei den missbrauchten Substanzen: Es wird
mehr Ecstasy konsumiert und auch mehr Cannabis. Die
Probierbereitschaft Jugendlicher ist gestiegen - unabhängig
von der Legalität oder Illegalität der Mittel. Es gibt nur
selten ein einziges Suchtmittel, das missbraucht wird,
Mehrfachkonsummuster setzen sich durch. In Verbindung mit all
ihren körperlichen, psychischen und sozialen
Begleiterscheinungen und Folgeschäden stellen Suchtkrankheiten
eines der größten sozialmedizinischen Probleme dar.
Suchtverhalten gefährdet die Entwicklung eines Menschen, indem
sich sein Handlungsspielraum zunehmend einengt, die Fähigkeit
zur schöpferischen Selbstentfaltung und Problemlösung gelähmt
wird, soziale Bedingungen und Chancen zerstört werden.
Schließlich führt Sucht ohne Hilfe zu gesellschaftlichem
Abstieg, zu körperlichem Verfall und zur Zerstörung der Würde
des Menschen. Der mit einer chronifizierten Suchterkrankung
verbundene unerhörte Leidensweg trifft nicht nur den
Suchtkranken selbst, sondern immer auch das nähere soziale
Umfeld, Lebenspartner, Eltern, Freunde und vor allem Kinder.
Suchtkranke sind Menschen aller sozialen Schichten und
Bildungsstufen, sie sind nicht primär willensschwach, haltlos
oder asozial. Sucht ist versicherungsrechtlich seit 1968 als
Krankheit anerkannt und kann unter aktiver Mitwirkung des
Betroffenen durchaus erfolgreich therapiert werden. Da
Suchtkrankheiten jedoch noch mehr als andere psychische
Erkrankungen in der Bevölkerung mit negativen Vorurteilen,
Abwertungen der Persönlichkeit, Fehleinschätzungen und
Ausgrenzungen verbunden sind, haben viele Suchtkranke und ihre
Angehörigen nicht den Mut, sich zu dieser Krankheit zu
bekennen und rechtzeitig Hilfe anzunehmen. Das Leugnen der
Betroffenheit, das Verdrängen der Symptome solange wie irgend
möglich und damit der Selbstbetrug, gehören sozusagen zum
Krankheitsbild einer Suchterkrankung.
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Genuss oder Sucht?
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helfen wollen
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... bevor es zu spät ist!
Suchtprävention...
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Selbsthilfegruppen und Abstinenzvereine – Ihre
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